Babyschwimmen

Das Babyschwimmen gehört unter frisch gebackenen Eltern zu den beliebtesten Babykursen. In den 1960er-Jahren entstanden, gehört das Babyschwimmen mittlerweile in fast jeder Stadt oder Gemeinde zum Standardangebot für frisch gebackene Eltern. Dabei geht es vielen um mehr als nur um die Bewegung im Wasser oder die einfache Freizeitgestaltung. Mütter und Väter möchten mit dem Schwimmen schon früh die Entwicklung ihrer Babys fördern. Ob das wirklich funktioniert und worauf Du beim Babyschwimmen achten solltest, erfährst Du auf dieser Website.

Kinder haben beim Babyschwimmen Spaß

Warum Babyschwimmen?

„Schwimmen macht Babys klüger“ – Diese These aus den 1970er-Jahren konnte bis heute zwar nicht wissenschaftlich bewiesen werden; es gibt jedoch genügend positive Effekte, die für das Babyschwimmen sprechen.  Der Auftrieb im Wasser sorgt dafür, dass sich Babys im Wasser viel leichter bewegen können. Damit werden sowohl die Muskulatur als auch die Koordinationsfähigkeit gefördert. Babyschwimmen ist also wie ein kleines Fitnesstraining für Babys. Durch die Schwerelosigkeit im Wasser erleben Babys ihren Körper ganz anders als and Land, was die Selbstwahrnehmung und das Körpergefühl stärkt.

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Physiologische Einschränkungen, die durch den Geburtsvorgang entstanden sind, vor allem im Hals-Kopf-Bereich, bilden sich durch das Babyschwimmen häufig spontan zurück.

Außerdem haben Schwimmbabys auch später weniger Angst vor Wasser und lernen häufig auch besser selber schwimmen.

Viele Eltern berichten auch, dass ihre Babys nachts tiefer und länger schlafen.

 

Aber: Trotz der eben genannten positiven Effekte, die das Babyschwimmen hat, lassen sich auf lange Sicht keine nennenswerten Entwicklungsvorteile nachweisen. Unterm Strich können wir festhalten: Motorisch sind Babys oder Kleinstkinder, die beim Babyschwimmen waren, ihren Altersgenossen zwar häufig voraus; spätestens im Vorschulalter holen die anderen Kinder die Entwicklung aber auf.

Die Frühförderung durch das Babyschwimmen sollte also nicht der Hauptgrund für Eltern sein, einen entsprechenden Kurs zu besuchen. Im Vordergrund sollte nur ein stehen: Der Spaß!

Dabei bedeutet Babyschwimmen auch eine wunderbare Gelegenheit für Eltern, bewusst Zeit mit ihren Babys zu verbringen. Der enge Körperkontakt fördert das Ur-Vertrauen und Babys fühlen sich im warmen Wasser, eng an Mama oder Papa geschmiegt, wieder ähnlich geborgen wie im Mutterleib.

Wann mit dem Babyschwimmen beginnen?

Babyschwimmen empfiehlt sich grundsätzlich zwischen dem 4. Und dem 18. Lebensmonat. Wichtig ist, dass Dein Baby seinen Kopf bereits selbst heben und halten kann. In der Regel ist das nach der 12. Lebenswoche der Fall. Einige Experten empfehlen, bis zum 6. Lebensmonat mit dem Babyschwimmen zu warten, weil die Eltern-Kind-Bindung dann schon etwas ausgeprägter ist als in den Monaten zuvor.

Ärzte empfehlen, erst mit dem Babyschwimmen zu beginnen, wenn das Kind einen vollständigen Impf-Schutz gegen Rotaviren hat.

Allgemein gilt: Je jünger das Baby, desto kürzer sollte der Aufenthalt im Wasser sein. Bei kleinen Babys reichen 15 bis 20 Minuten völlig aus. Bei größeren Babys oder Kleinstkindern sind 30 Minuten für’s Erste genug.

Vor dem ersten Kurs- oder Schwimmbadbesuch kannst Du Dein Baby zuhause in der (Baby-)Badewanne schon an das Babyschwimmen gewöhnen. Dabei kannst Du die Wassertemperatur von Mal zu Mal auf 33 Grad absenken. So warm ist das Wasser in den meisten Schwimmbädern.

Worauf beim Babyschwimmen achten?

Babys mögen es auch beim Schwimmen warm. Daher sollte die Wassertemperatur mindestens 32 Grad betragen und auch die Luft im Schwimmbad sollte angenehm warm sein.

Wenn Dein Baby erblich bedingt allergie- oder asthmagefährdet ist, sollte erst der Kinderarzt grünes Licht geben, bevor Ihr zum ersten Mal ins Schwimmbad geht.

Kränkelt Dein Baby oder wurde es gerade frisch geimpft, bleibt zuhause.

Viele Eltern fragen sich, ob chlorhaltiges Wasser für Ihr Baby möglicherweise schädlich sein könnte. Tatsächlich ist es so, dass durch den Einsatz von Chlor das Nebenprodukt Trichloramin entsteht, das zu Augen- und Hautreizungen führen oder Atemwegsentzündungen führen kann.

Vertraue auf deinen Geruchssinn!

Dank einer modernen Technik ist das aber in den meisten Schwimmbädern kein Problem mehr. Wenn Du Dir unsicher bist, kannst Du natürlich vorher in dem betreffenden Schwimmbad nachfragen und vor allem kannst Du Dich in dieser Sache auf Deinen Geruchssinn verlassen. Je weniger es in einem Schwimmbad nach Chlor riecht, desto niedriger ist die Trichloraminbelastung des Wasser.

Falls Ihr Euch für einen Babyschwimmkurs unter Anleitung entscheidet, sind möglichst kleine Gruppen die beste Wahl. So haben die Kursleiter besser die Möglichkeit, auf jedes Baby individuell einzugehen. Idealerweise hat der/die Kursleiter/-in eine Ausbildung bei der DLRG oder beim Deutschen Schwimmverband abgeschlossen.

In einigen Babyschwimmkursen müssen Babys nach einigen Einheiten gezwungenermaßen tauchen. Diese Übung ist mittlerweile überholt. Zwar haben Babys nach der Geburt einen angeborenen Reflex, unter Wasser den Mund zu schließen und die Luft anzuhalten. Bei einigen Kindern verschwindet dieser Reflex aber schnell und dann tut man Ihnen mit dem Tauchen keinen Gefallen mehr. Auf keinen Fall sollte man Babys ohne fachkundige Anleitung tauchen lassen.

Damit die Laune gut bleibt und Ihr beide Spaß im Wasser habt, achte bei den Kurszeiten darauf, dass sie möglichst nicht in die Schlafens- oder Essenzeiten Deines Babys fallen.

Was zum Babyschwimmen mitnehmen?

Unabhängig davon, ob Du Deinem Kind niedliche Badekleidung anziehen möchtest oder nicht, brauchst Du auf jeden Fall Aquawindeln oder Schwimmwindeln*. Es gibt Modelle, die als Einlage in der normalen Badekleidung getragen werden können. Es gibt aber auch Aqua- oder Schwimmwindeln in Höschenform, die zusätzliche Badekleidung überflüssig machen.

Darüber hinaus bieten sich zum Babyschwimmen Bademäntel oder Handtücher mit Kapuze an, in die Du Dein Baby nach dem Planschen einwickeln kannst. Die Kapuze ist wichtig, um auch das empfindliche Köpfchen warm zu halten.

Nach dem Babyschwimmen reicht es, Dein Baby mit warmem Wasser, also ohne reinigende Duschgels abzuduschen. Wichtig ist, das Baby nach dem Schwimmen gut abzutrocknen; vor allem am Kopf und in den Hautfalten. Danach freut sich die Haut Deines Babys aber über eine Extraportion Feuchtigkeit. Damit das Köpfchen nach Eurem Ausflug schön warm bleibt, nimm am besten ein Mützchen mit.

Pflege und Zubehör

Auf einem zusätzlichen Handtuch oder einer Wickelunterlage kannst Du Dein Baby vor und nach dem Schwimmen umziehen.

Nach dem Babyschwimmen reicht es, Dein Baby mit warmem Wasser, also ohne reinigende Duschgels abzuduschen. Nach dem Abtrocknen freut sich die Haut Deines Babys aber über eine Extraportion Feuchtigkeit.

Um Dein Baby vor und nach dem Schwimmen umziehen zu können, nimm am besten ein zusätzliches Handtuch als Polster und Wickelunterlagen mit.

Babys, bzw. Kleinstkinder, die bereits laufen können, sollten im Schwimmbad rutschfeste Badeschuhe tragen.

Das ist nur ein kleiner Auszug an Zubehör, das zum Babyschwimmen benötigt wird. Ausführlich gehen wir an dieser Stelle auf Zubehör zum Schwimmen mit Baby ein.

Und: So ein Ausflug ins Wasser macht natürlich hungrig. Falls das Babys nach dem Babyschwimmen nicht gestillt wird, gehört also ein Fläschchen oder ein kleiner Snack in die Tasche. Damit bleibt die Laune dann auch nach dem Babyschwimmen gut ;-).

Alleine oder im Schwimmkurs?

Grundsätzlich kannst Du mit Deinem Baby natürlich auch alleine ins Schwimmbad gehen. Sofern das Wasser warm genug und Dein Baby gesund ist, spricht nichts dagegen.

Trotzdem ist es gar nicht schlecht, das Babyschwimmen erst einmal unter Anleitung in einem Kurs zu lernen und erst danach auf eigene Faust los zu legen.

Du suchst einen Schwimmkurs für Babys? Hier geht es zu unserer Datenbank!

Babyschwimmkurse werden in der Regel von ausgebildeten Fachleuten geleitet. Sie können Dir Haltetechniken und sichere Griffe zeigen, die Du nach dem Ende des Kurses dann auch alleine anwenden kannst. Sie zeigen Dir auch, wie und wann Du Dein Baby am besten von der Rücken- in die Bauchlage drehen kannst. Es hat sich nämlich bewährt, immer wieder zwischen Bauch- und Rückenlage zu wechseln.

Ein Vorteil von Babyschwimmkursen ist auch, dass häufig Schwimmringe, Spielzeug oder anderes Zubehör zur Verfügung gestellt werden.

Vor allem bietet ein Kurs auch Kontakt zu anderen Eltern. Ihr könnt Euch vor und nach dem Kurs gegenseitig zur Hand gehen. Immerhin müsst Ihr Euch selbst und Euer Baby (ab)duschen, abtrocknen und umziehen. Da ist eine helfende Hand Gold wert. Und am Ende entstehen vielleicht auch Freundschaften, die über den Kurs hinaus gehen.